Dieses Blog durchsuchen

Freitag, 29. September 2017

Hausarbeit schreiben - der Schreibprozess beginnt

Willkommen zum zweiten Teil meiner Hausarbeiten Reihe.
Nachdem ich letztes Mal eine Menge über die Vorbereitung geschrieben hab, komme ich heute zu dem Teil, der den Meisten viel mehr Angst macht: Dem Schreiben der Hausarbeit an sich.

Wie auch viele bin ich bei meiner ersten Hausarbeit vollkommen überhastet an die Sache ran gegangen und hab eine - in meinen Augen - zauberhafte Einleitung geschrieben. MACHT DAS NICHT! Stop. Halt. Das ist der falsche Weg. Doch dazu später mehr.

Zu Beginn des Schreibprozesses sortiere ich mir immer meine gemachten Notizen, am besten auf einer großen Fläche, so dass ihr einen Überblick habt. Bei mir muss dafür meist das Sofa oder der Wohnzimmertisch herhalten. 
Wenn ihr erstmal wieder den Überblick habt (und euch nochmal alles in euer Gewissen gerufen habt), fangt ihr am Besten mit einer groben Gliederung an. Ob ihr die Handschriftlich auf einem Extrazettel macht oder schon auf dem Laptop bleibt euch überlassen. Macht euch ruhig zu jedem Gleiderungspunkt Notizen, damit ihr beim Schreiben nichts vergesst. Gerne schreibe ich mir meine Hauptargumente schon einmal dahin. Auch das hilft dem Überblick.

Wenn ihr das erledigt habt, habt ihr schon mal ein gutes kurzes Grundgerüst. Nun geht es ans ausformulieren. Aber überstürzt nichts. Auch hier ist Ruhe besser. Lieber ein paar Minuten länger brauchen, dann spart ihr euch am Ende viel Arbeit. Fangt mit dem ersten Kapitel an - bei mir ist das häufig der (historische) Kontext oder die theoretischen Grundlagen. Sprecht euch auf jeden Fall mit eurem Dozenten ab, wie ausführlich er das haben möchte, nicht jeder besteht darauf, andere wollen es dafür um so gründlicher. Achtet auch hier schon auf einen roten Faden. Dieser muss sich durch die komplette Arbeit ziehen, ab der Einleitung (die ihr am Besten erst zum Schluss formuliert).

So geht ihr nun Kapitel für Kapitel vor. Achtet darauf, dass die Übergänge schlüssig sind. Der Lesefluss sollte nicht unterbrochen werden, ein Kapitel sollte auf das andere aufbauen. Beruft euch ruhig auf vorher genanntes und vermeidet zu viele Wiederholungen.
Wichtig finde ich auch immer, dass man richtig zitiert. Zitiert beim Schreiben ruhig immer in der Langform in den Fußnoten und ändert dies erst zum Schluss ab. Meistens ergänzt man noch was in seinem Text und damit verrutschen die Fußnoten. Wenn ihr vorher schon mit Abkürzungen wie "ebd. S...." gearbeitet habt anstatt der Langform macht ihr euch nur unnötig Arbeit. Die Kurzzitierweise jedoch ist ausreichend, wenn ihr das Werk vorher schon genannt habt. Und noch ein Tipp: Kontrolliert eure Fußnoten beim abschreiben. Stimmt die Seitenzahl? Ist es das richtige Werk? Ist alles einheitlich? Riskiert lieber einen Blick mehr.

Es kann durchaus passieren, dass sich eure Gliederung beim Schreibprozess ändert. Das ist gar nicht schlimm und passiert mir jedes Mal. Auch werdet ihr merken, dass vieles vielleicht nicht mehr hundertprozentig passt oder was fehlt. Plant dafür genug Zeit ein und setzt euch noch einmal in die Bibliothek.

Wichtig für eine gute Note ist selbstständige Arbeit. Zitiert nicht nur andere Forschungsmeinungen, sondern äußert euch selber dazu, stellt Theorien auf, vergleicht Meinungen und äußert euch begründet dazu, interpretiert Quellen... Der Dozent muss sehen, dass ihr selbstständig gearbeitet habt.

Wenn euer Hauptteil fertig ist, ist es an der Zeit, die Einleitung und den Schluss zu schreiben. Oft macht man sich vorher Notizen, was in die Einleitung soll. Formuliert diese aus, gebt einen kurzen Forschungsüberblick, begründet euer Thema und nennt eure kritische Fragestellung. Die Einleitung ist der Schlüssel zu eurer Arbeit, sie soll neugierig machen und gleichzeitig einführen, ohne zu viel zu verraten. Warum ihr diese zum Schluss schreiben solltet? Eure Arbeit entwickelt sich beim Schreiben. Wenn ihr eine Einleitung zuerst schreibst, passt diese - das verspreche ich euch - am Ende nichts mehr zum Text und ihr müsst sie abändern. Und das kann ziemlich mühselig sein, denn man hat sich dabei ja was gedacht. Auch die Fragestellung wird häufig noch angepasst, auch wenn es nur der Wortlaut ist. Also schreibst die Einleitung zum Schluss und passt sie an eure Arbeit an, anstatt die Arbeit an die Einleitung anzupassen.
Und Last but noch least: der Schlussteil aka das Fazit, ein sehr wichtiger Teil. Hier fasst ihr eure Hauptargumente zusammen, genau so wie eure Ergebnisse. Wen ihr eine Hypothese am Anfang aufgestellt habt belegt oder widerlegt ihr sie. Und ihr antwortet auf eure Fragestellung und gebt gegebenenfalls eine Ausblick. Wie die Einleitung neugierig auf eure Arbeit machen soll, so muss der Schlussteil eure Arbeit abrunden. Ein gelungener Schlussteil, der euren Dozenten davon überzeugt, dass ihr hinter dem steht, was ihr geschrieben habt, nimmt einen sehr großen Einfluss auf eure Note. Das Gesamtbild muss einfach passen. Selbst wenn ihr eure Fragestellung am ende widerlegen müsst und dies gut begründet, ist es eine gelungene Arbeit.

Das war Teil 2 meiner Reihe, der dritte Teil folgt bald mit dem letzten Schritt, dem korrigieren und prüfen.

Donnerstag, 14. September 2017

Perfect Body - Wer bestimmt eigentlich was perfekt ist?

"Boa Schnucki, an deiner Stelle würde ich mal ganz schnell mehr trainieren und 10 Kilo abnehmen. DU sieht schon fett aus, fast wie diese dicken Models."
Dieses Gespräch hab ich heute morgen im Supermarkt gehört und mich interessehalber mal umgedreht. Okay, vielleicht war die Wartezeit an der Kasse auch nur etwas länger. Was ich erwartet habe? Keine Ahnung. Vielleicht eine wirklich dicke Frau. Aber hinter mir standen zwei Mädels, vielleicht 16 Jahre alt, eine superschlank, eine ganz normal schlank. Beide schön. Aber die angeblich dicke hat ganz geknickt ihren Schokoriegel zurückgelegt und zugegeben, dass sie 2 Kilo zugenommen hat und sich selbst kaum ertragen kann.

Wait... What? Das Mädel hatte wahrscheinlich 55 Kilo auf den Rippen (die man sicherlich sehen könnte im Freibad) und war auch recht groß. Sie sollte nicht ihre Kilos loswerden sondern ihre Freundin. Aber ganz schnell. 

Doch leider sind Situationen wie diese nicht selten. Auch wenn in der Social Media Welt momentan alles unter dem Motto #Bodylove und so weiter steht. Aber mir fällt auf, dass meist Frauen mit tollem trainierten Körper sowas zeigen. Viele junge Mädels haben kein großes Selbstbewusstsein, vergleichen sich mit den Influencern, wollen genau so aussehen wie die. Viele übertreiben dann und schlittern in ein Loch, was nicht selten mit einer Essstörung oder zwanghaftem Fitnesswahn endet.

Woher ich das weiß? Oder warum ich mit anmute so über Leute zu urteilen? Weil ich es aus eigener Erfahrung weiß. Und weil ich darum auch weiß, wie schwer es sein kann, sich selbst zu akzeptieren wie man ist, Und wie man aus der Spirale rauskommen kann.

Bei mir ging es aber nicht wie bei vielen damit los, dass ich als Kind immer moppelig war und viel gegessen hab. Im Gegenteil: Ich war als Kleinkind viel zu dünn, hab kaum zugenommen. Später, mit Beginn der Pubertät, fand ich mich oft zu dünn, besonders meine Beine. Doch immerhin konnte ich zu dem Zeitpunkt zunehmen, so dass ich immer ein gutes Normalgewicht hatte und mich endlich wohlfühlte. 
Mit 16 hatte ich einen Freund, in den ich fürchterlich verliebt war. Er war 4 Jahre älter, früher auf meiner Schule gewesen und war der Schulschwarm. Alles, was er sagte, war für mich Gesetzt. Und er fand immer diese super dünnen Models von Germanys Next Topmodel toll. In das Schema habe ich nicht reingepasst. Wollte ich auch eigentlich nicht. Aber zu der Zeit kamen die ersten Zweifel. Bin ich vielleicht doch zu dick? Sollte ich nicht genau so schlank sein, wie die Mädels, denen mein Freund hinterherschaut? Es gab da eine Situation, die mich bis heute sehr kränkt. Wir haben Cookies gebacken und, typisch Naschkatze, habe ich immer wieder vom Teig genascht. Doch er hat mir die Teigschüssel weggenommen mit den Worten, dass ich schon dick genug sei und nicht auch noch den Teig in mich reinschaufeln soll, sondern lieber mehr auf meine Ernährung achten sollte. Das hat gesessen. Heute weiß ich, dass ich in dem Moment hätte die Beziehung beenden sollen. Aber ich war verliebt. Also hab ich angefangen, meine Ernährung umzustellen, Kalorien zu zählen und mehr Sport zu machen. Jeden Tag mit dem Rad zur Schule, mit dem Rad zu ihm (waren auch pro Strecke immer 15 km mit vielen Hügeln), krampfhaft zu Hause homeworkout. Und dabei habe ich versucht, all das vor meinen Eltern zu verstecken. Ich habe auch abgenommen, war bei einer Größe von 1,69m noch bei 54 Kilo. Zu wenig. Und wohl habe ich mich auch nicht gefühlt.
All das hatte ein Ende, als die Beziehung aus war. Das war dann rund ums Abi, ich hab wieder mit Appetit gegessen, hab mich wohl in meinem Körper gefühlt. Doch dann kam ein Schlag in die andere Richtung. Nach dem Abi ging es für mich für 2 Monate nach Amerika zu meiner ehemaligen Gastschwester. Das hat mir gewichtstechnisch das Genick gebrochen, die anderen Esssitten, und das ganze leckere Essen.. Sünde pur. Die zwei Monate haben mir 8 Kilo gebracht, die ich auch erstmal nicht losgeworden bin. Und soll ich euch was sagen? Es hat mir nichts ausgemacht, denn ich war glücklich., habe einen neuen Partner kennengelernt und alles lief seinen Weg. Langsam gingen zwei Kilo verloren, aber dann meldete sich mein dummes Selbstbewusstsein. Und es kam zur Stagnation. Die Beziehung bröckelte daran, ich war unzufrieden plötzlich, habe mich wieder mit anderen verglichen, wollte nicht mehr Baden gehen und wurde auf jede Frau, die dünner war oder auch zufrieden war neidisch. Auch diese Beziehung ging in die Brüche und ich versank in Selbstmitleid, vergrub mich in Arbeit für die Uni und achtete nicht mehr auf meinen Körper. Oft vergaß ich was zu essen und achtete auf Kalorien. Unbewusst leider.

Es war eine gute Freundin, die mich letztendlich darauf aufmerksam gemacht hatte, wie sehr ich ab genommen hatte. Innerhalb von zwei Monaten 7 Kilo, ungewollt und unbemerkt. Plötzlich waren alle Sachen zu weit. Ich bekam viele Komplimente zu meinem "Erfolg", zu meinem Körper. Doch war es ein Erfolg? Nein! Und warum? Weil ich zwar wieder extrem dünn war, einen flachen Bauch und all das hatte, aber ich mich nicht wohlgefühlt hab. Ganz ehrlich, ich konnte nicht mehr in den Spiegel sehen, hab weite Klamotten getragen und hab die Waage im Schrank versteckt.

Dieses ganze Chaos endete genau so plötzlich wie es gekommen ist. Ein Grund dafür ist ebenfalls die selbe Freundin. Sie unterstützte mich, sprach mir Mut zu und wurde nicht sauer, wenn ich mal nichts essen wollte. Aber sie hat es klammheimlich geschafft, mich ein Stück weit auszutricksen und mich zu normalen Essgewohnheiten zurück zu bekommen. Wir haben oft zusammen gekocht,. Sind was essen gegangen und das Gewicht ging wieder hoch.

Heute, über zwei Jahre später, bin ich glücklich und zufrieden mit mir selber. Ich habe einen kleines Bäuchlein, welches mal mehr mal weniger da ist, aber verzichten möchte ich auf nichts.
Warum ich euch das erzählt habe? Weil ich der Meinung bin, dass es keinen. Stereotyp für den perfekten Körper gibt. Wer hat das Recht, einem vorzuschreiben, wie man auszusehen hat? Welches Gewicht genau richtig ist? Wie flach der Bauch sein soll? NIEMAND!

Euer Körper ist genau dann perfekt, wenn ihr euch in ihm wohl fühlt.



Sonntag, 10. September 2017

Gedanken zum Sonntag - Entspannung meets Zeitdruck

Hallihallo und ein herzliches Willkommen zu einer weiteren Episode von Gedanken zum Sonntag. Heute zu einem Thema, dass sicher alle kennen, nicht nur Studenten.

Aber mal von vorne. Semesterferien... das ist so ein Wort, bei dem Studiaugen strahlen. Sommer, Sonne, Strand, Freunde, Partys, ausschlafen, keine Verpflichtungen... Bei den Gedanken gerät man ins träumen. Doch ist es dann so weit und hat man die ersten Woche oder auch etwas mehr sich eine Auszeit genommen prallt man auf den harten Boden der Realität auf. So war, nein so ist es derzeit bei mir.
Wie meine Insta-Freunde sicher mitbekommen haben lasse ich es mir die letzten Wochen recht gut gehen. Heimaturlaub bei der Familie, Freunde treffen, mit dem Freund schöne Dinge unternehmen. Da bleibt so einiges auf der Strecke. Aber ich hab ja noch Zeit. 
Mein Gewissen kann ich auch immer wieder beruhigen, schließlich war ich zwischendurch ja in Heidelberg und habe intensiv an meiner Hausarbeit geschrieben, die Hälfte ist schon fertig. Also war ich schon fleißig, da kann man es ja ruhiger angehen lassen.

Richtig? Falsch.
Und genau das ist mir heute bewusst geworden. Leider mit einer kleinen Panikattacke. Denn diese uuuuunmengen an Zeit, die ich scheinbar noch hatte, ist verschwunden. In 20 Tagen soll die Hausarbeit beim Dozenten liegen. 25-30 Seiten, ordentlich wissenschaftlich, mit eigener Forschung und natürlich mehrfach Korrektur gelesen. Na frohes Schaffen, selbst schuld.
Aber anstatt mich dranzusetzen bin ich erstmal Baden gefahren. Ich kann mir ja schließlich noch Abends eine Liste für die nächste Woche schreiben, sonntags bin ich ja eh nicht so produktiv. Prokastration? Nee, wo denn.

Doch hab ich es wirklich falsch gemacht, dass ich mir Zeit für andere Dinge genommen hab? Ich finde nicht. Denn trotz Hausarbeiten sind es immer noch Ferien. Okay, offiziell Vorlesungfreie Zeit, aber mal ehrlich: Ich komm im Semester schon nicht genug zu Pausen. Und die benötige ich. Ich war nach diesem Semester absolut ausgebrannt, konnte kaum Themen finden und von Motivation kann keine Rede sein. Es ist nicht nur der Körper der sich erholen muss, sondern auch die Seele - und vor allem die Nerven.
Nehmt euch also die Zeit, die ihr benötigt, aber behaltet trotzdem die Fristen im Äuge, sonst geht es euch wie mir heute morgen. War ein harter Aufprall, aber er war es wert. Nun habe ich wenigstens wieder Kraft getankt um voll durchzustarten - und darüber zu meckern, dass ich zu spät weiter gemacht habe und zu wenig Zeit habe. Organisiert sein ist voll mein Ding ... Oder so ähnlich.

Sonntag, 27. August 2017

Gedanken zum Sonntag - Das Leben muss weiter gehen

Vor drei Tagen stand meine Welt plötzlich still - nach fast 4 Wochen des Wartens ist meine Oma friedlich eingeschlafen. Und auch wenn wir drauf vorbereitet waren, uns verabschiedet hatten und eigentlich schon 3 Jahre darauf gewartet haben war es ein Schlag. 
Lasst mich ehrlich sein, seit Donnerstag laufe ich oft wie betäubt durch die Gegend, vergesse Sachen oder bekomme sie einfach nicht mit. Immer wieder schweifen meine Gedanken ab, oft wirke ich teilnahmelos.

Vor 7 Jahren hatten wir die Situation schon einmal. Damals ist mein Opa plötzlich und überraschend gestorben. Er kam wegen einer Lappalie zur Überprüfung ins Krankenhaus, sollte eigentlich nach drei Tagen wieder raus, bekam die Nacht vorher einen Hirnschlag. Weitere zwei Tage später ist er gestorben, ebenfalls friedlich. Auch da hatten wir Zeit uns zu verabschieden, aber nur kurz. Mit meinen damals 15 Jahren war ich komplett überfordert, hab mich zurückgezogen, spontane Heulkrämpfe bekommen, war stundenlang weg ohne zu sagen was ich mache und war komplett reizbar. Kurz: Ich bin ständig mental zusammengebrochen. Für meine Eltern muss es sehr schwer gewesen sein, denn sie standen selbst unter Schock und wussten nicht wo ihnen der Kopf steht. Dazu dann noch eine eskalierende pubertierende Tochter.. Mir tut es im Nachhinein so leid. 

Doch das ist nun 7 Jahre her, ich bin älter und erwachsen geworden in der Zeit und hab meiner Mama versprochen, dass es diesmal anders wird. Dass ich nicht mehr so ausraste. Dass ich reifer reagiere.
Doch dieses mal kam es anders. Das wochenlange Warten ging uns allen an die Substanz. Und plötzlich war es meine sonst so starke Mama, die am Ende war und auch gegen Ende ständig Ausbrüche bekam. Diesmal war ich diejenige, die den kalten Kopf bewahren musste und hat, die alle aufgebaut hat und versucht hat etwas Arbeit abzunehmen. Mit meinen Gefühlen bin ich alleine klar gekommen. Natürlich habe ich sehr viel geweint - aber nur selten in Anwesenheit meiner Eltern. Ich weiß nicht, ob jemand nachvollziehen kann, wieso ich das getan habe. Aber es war für mich der richtige Weg.

Mittwoch bin ich zurück in meine Studienstadt - 500km von zu Hause. Und einen Tag später ja der Anruf. Und in mir brach es zusammen. Tagsüber konnte ich gar nicht weinen, denn es war ja eine Erlösung - für meine Oma, aber auch für uns alle. Richtig weinen konnte ich erst abends beim spazieren, wo ich den Gedanken freien Lauf lassen konnte und wo ich alleine war.

Es gibt keine Patentlösung, wie man mit der Traurigkeit und dem inneren Schmerz zurecht kommen kann. Ich persönlich tröste mich mit dem Gedanken, dass meine Großeltern nun wieder vereint sind, beide keine Schmerzen haben und über mich wachen. Vielleicht ist es ein kindischer Gedanke, aber ich glaube wirklich fest daran. Auch dass unsere verstorbenen Lieben zu Sternen werden und besonders hell für uns leuchten.
Ansonsten hab ich mir vorgenommen mich nicht wieder abzukapseln und zu verstecken. Meine Freunde helfen mir dabei mich abzulenken.

Jeder geht anders mit Trauer um. Wichtig ist nur, dass das Leben weitergehen muss, auch wenn es in einigen Situationen undenkbar erscheint. Aber es muss und es wird. Man darf sein eigenes Leben nicht aufgeben, sondern sollte jeden Moment nutzen und das Leben genießen. ABer es ist vollkommen okay sich auch mal zurückzuziehen und zu weinen.

Sonntag, 20. August 2017

Gedanken zum Sonntag - Dankbarkeit

Gestern hatte ich Geburtstag.
Geburtstage.. darauf freut man sich doch eigentlich, oder?
Dieses Jahr war es anders, so wie momentan eh alles anders aussieht bei mir. Private familiäre Ereignisse übershatten momentan vieles, rauben mir den Schlaf und bringen mich regelmäßig an den Rand meiner (nervlichen) Belastbarkeit.

Eigentlich wollte ich dieses Jahr meinen Geburtstag ausfallen lassen. Dazu muss man sagen, dass ich sowieso meinen eigenen Geburtstag nicht gerne feier. Dafür liebe ich es, für andere besondere Tage zu planen. Aber das ist eine andere Baustelle. 
Dieses Jahr kam alles so auf einmal, mir ist nicht nach Trubel und am liebsten hätte ich ihn mit meinem Freund einen gemütlichen Filmeabend gemacht. Aber nein, ich muss ja dieses Jahr auf einen Samstag Geburtstag haben. Meine Mama hat dann vorgeschlagen, dass ich doch wenigstens im ganz kleinen Kreis feiern könnte -  also nur meine Eltern, meine Schwester und mein Freund.
Gemacht getan. Die letzten Tage wurde also viel vorbereitet, Essen für gefühlt 20 Leute eingekauft und verarbeitet und den Samstag so gut es geht verplant, um mal raus zu kommen und dass keine doofen Gedanken kommen.
Freitag Abend haben wir noch ohne meine Schwester reingefeiert, sie hatte einen weiteren Weg. Obwohl gefeiert nicht das richtige Wort ist. Wir haben zusammen was gegessen und danach bis Mitternacht Karten gespielt. Dann haben wir angestoßen und ich durfte Kerzen auspusten - auf einer Benjamin Blümchen Torte. Die muss immer sein.
Samstag kam dann meine Schwester und wir sind in den Harz gefahren. Ich muss gestehen, dass ich die ganze Zeit mit meinen Gedanken wo anders war. Aber alle haben mich gut auf Trab gehalten, wollten immer reden und was neues sehen. Wir sind noch irgendwo Kaffee trinken gewesen und dann nach Hause, wo wir gemütlich gegrillt haben und wieder gespielt.
Heute wurde dann noch ausgiebig gefrühstückt und langsam kehrt hier wieder Ruhe ein.

Aber wie ich nun allein sitze - denn Ruhe ist auch mal gut - merke ich plötzlich, wie gut die 3 Tage getan haben. Und in meiner Brust breitet sich ein warmes Gefühl aus - tiefe Dankbarkeit
Ich bin so glücklich, dass meine Mama mich überredet hat, dass mein Papa wie immer der ruhige Pol war und alles koordiniert hat, dass meine Schwester mich abgelenkt (und teilweise totgequatscht) hat und dass mein Freund für mich immer da ist, auch wenn ich mal eine Minute Ruhe vor der Familie brauchte und er mich in den Arm nimmt dann.
Und genau das sieht man viel zu wenig. Die reine Dankbarkeit. Man braucht nicht große Geschenke oder großen Trubel, ich war einfach nur meiner Familie dankbar. Dafür, dass sie für mich da sind und mich aufbauen, jeder auf seine Art und Weise. Dass sie einfach mal machen, weil sie mich kennen. Und auch dafür, dass sie sich manchmal über meine Wünsche hinweg setzen und es trotzdem machen. Gibt es nicht oft viel zu wenig Dankbarkeit, weil man vieles für selbstverständlich ansieht. Darauf möchte ich persönlich mehr achten.

Donnerstag, 17. August 2017

Hausarbeit schreiben - Der Anfang des Übels

Jeder Student kennt sie - Hausarbeiten (oder auch Seminararbeiten teilweise). Und um ehrlich zu sein ist wahrscheinlich jeder von ihnen genervt. Aber sie sind ein notwendiges Übel, wo man durch muss. Manchmal hat man eine, manchmal zwei... Und manchmal auch vier, so wie ich dieses Semester. Headshot. Eigentlich wären es sogar fünf, aber eine hab ich auf Eis gelegt.
Oft hat man am Anfang des Semesters viele Ideen, doch wie beginnt man schlüssig? In dieser Beitragsreihe möchte ich euch mein grobes Muster nach dem ich vorgehe vorstellen, beginnend heute, wie man am besten startet.

Mit dem Anfang meine ich keinenfalls den Beginn des Schreibprozesses. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Von Beginn des Semesters an liegt ein kleiner gefalteter Zettel in meinem Planer, wo die Seminare eine kleine "Seite" haben, in denen ich eine Hausarbeit schreiben muss. Das ist mein sogenannter Ideenzettel. Wie der Name schon verrät, notiere ich da drauf das ganze Semester über Ideen für mögliche Hausarbeitsthemen, aber sofort im Seminar, denn zu Hause hab ich meistens den Zusammenhang meiner Gedanken wieder vergessen. Vieles wird davon wieder gestrichen, aber am Ende des Semesters kommen so pro Seminar 2-4 gute Ansätze hervor.
Oft eignet sich auch das Referatsthema für eine Vertiefung als Hausarbeit. Wenn euch das Thema interessiert, dann nutzt dies ruhig und sucht euch kein Neues. Denn dort habt ihr schon eine Menge Arbeit reingesteckt und viel gelesen. Doch wenn es euch nicht so zusagt, wie bei mir dieses Semester es der Fall war, dann lasst es lieber. Mit dem Thema müsst ihr euch wohlfühlen, sonst blockiert der Kopf schnell. 

Wenn ihr zwei oder mehr Themenideen im Kopf habt, macht euch auf einem Extrazettel zu jeder dieser Ideen Notizen,  die das vertiefen, also ein paar inhaltliche Punkte und vielleicht sogar Probleme, auf die ihr eingehen könntet. Ihr werdet sehen, dass ihr so eventuell merkt, dass das ein oder andere Thema doch nicht euer Interesse weckt oder nicht genug hergibt oder auch zu weit gefasst ist.

Wenn ihr dies getan habt, kommt ein fundamentaler, wichtiger Schritt: Geht zur Sprechstunde mit dem Dozenten/der Dozentin und stellt demjenigen eure Ideen vor. Nehmt den Zettel mit und begründet jedes einzelne mögliche Thema, was ihr euch dabei gedacht habt, warum es euch anspricht und auf was ihr gerne in einer Hausarbeit eingehen könntet. Es macht immer einen guten Eindruck, wenn die Lehrperson seht, dass ihr euch bereits mit dem Thema auseinandergesetzt habt. Ihr werdet sehen, dass die meisten Dozenten dann auch zugänglicher sind und euch mehr helfen bei der Themenfindung. Wenn ihr euch auf ein Thema festgelegt habt im Gespräch, notiert euch genau, was der Dozent dazu sagt. Auch wenn es erstmal nebensächlich scheint, oft sind es wichtige kleine Hinweise, die ihr inhaltlich in eurer Arbeit gut verwenden könnt. Und Dozenten merken, ob ihr die Tipps euch zu Herzen genommen habt. Klärt in dieser Sprechstunde alle wichtigen Fragen, die ihr noch habt und fragt, ob ihr ggf. eine Gliederung und eine konkrete Fragestellung ihm/ihr zulassen kommen könnt, um auf Nummer sicher zu gehen. Grad bei den ersten Hausarbeiten empfehle ich das.

Ist das Thema festgelegt, kommt ein Schritt, der oft nervtötend ist: die erste Literaturrecherche. Ich nehme mir dazu oft zuerst ein Lexikon und schlage das Thema oder wichtige Persönlichkeiten/zentrale Motive/Ereignisse (was halt mein Thema trifft) nach. Unter den Erläuterungen finden sich Literaturangaben, die ich dann durch das System der Unibibliothek jage. Wenn ich mir diese notiert/vorgemerkt habe, gebe ich meistens mein Thema oder einzelne Wörter davon in das Suchfeld des Systems ein und Suche auf gut Glück. Oft findet man dann schon sehr viel und auch viele vorgeschlagene Werke. Es empfiehlt sich auch, die Literaturliste des Seminars sich vorzunehmen, sofern eine vorhanden ist.

Sind die Bücher aus der Bibliothek abgeholt (oder auch nur ein Teil davon) geht die Sichtung der Literatur los. Das kostet richtig viel Zeit, oft mehr als der Schreibprozess. Daher schreibe ich mir vorher einen Zeitplan auf dem festgehalten wird, welche Kapitel und welche Bücher ich wann fertig durchgesehen haben möchte. Daran sollte man sich auch grob halten, denn sonst rennt mir zumindest immer die Zeit davon. Plant also lieber etwas mehr ein.
Beim durchgehen der einzelnen Bücher und Artikel (unterschätzt niemals die Artikel) mache ich mir schon immer Notizen, was wo auf welcher Seite steht und auch mit Querverweisen zu möglichen Zusammenhängen oder Kapiteln. Gleichzeitig kommt ein Klebezettel an die entsprechende Stelle. So spart ihr euch beim Schreiben das nervige Blättern und Suchen. Es wirkt erst einmal nach einem sehr großen Arbeitsaufwand, aber im Nachhinein werdet ihr darüber froh sein. Überlegt euch selbst eine Art Ordnungssystem was die Art der Notizen, die verschiedenen Farben der Textmarker und die der Klebezettel angeht, damit ihr nicht den Überblick verliert. Schaut euch auf jeden Fall die Fußnoten in den Büchern an, besonders in den jüngeren. Diese geben Verweise auf weitere Literatur, die wichtig ist.

Nach den ersten paar Werken werdet ihr einen groben Überblick haben, was ihr in eurer Arbeit unterbringen wollt. Dazu müsst ihr noch nicht eure gesamte Literatur gelesen haben. Ich mache mir dann immer eine Mindmap wo das Thema oder eine grobe Fragestellung in der Mitte stehen und die Hauptpunkte, auf die eingegangen werden muss (zB. der historische Hintergrund und der Forschungsstand). Oft eignen sich diese Punkte später auch als Orientierung zu Gliederung eurer Arbeit. Ihr werdet aber auch merken, dass zu diesen großen Punkten im Laufe der Recherche viele weitere kleine kommen. Notiert euch auch diese und ordnet sie zu, dann ergibt sich bald ein kleines Gerüst, mit dem ihr arbeiten könnt.

Wenn nun die Literatur, die ihr erstmal habt, durchgearbeitet ist, kommt der nächste und erstemal letzte Schritt der Vorbereitung, das erste Entwerfen einer kritischen Fragestellung. Ohne diese braucht ihr keine Hausarbeit schreiben, da sich die Arbeit um diese drehen muss. Sie muss überall vorzufinden sein und alles muss auf sie hinauslaufen. Also überlegt euch vor dem Schreiben eine und notiert sie euch auf einem Zettel, vielleicht über der Mindmap oder so. Diese Fragestellung muss auf keinen Fall eure endgültige sein, bei mir ändert sie sich meist beim Schreiben an sich noch mehrfach, da oft viele neue Ideen und Impulse erst beim Schreiben kommen.

Wenn ihr dies alles getan habt, habt ihr schon eine Menge Zeit gebraucht, dafür aber die Grundlage eurer Hausarbeit erschaffen und könnt nun bald anfangen zu schreiben. Doch dazu folgt demnächst ein neuer Post. 

Donnerstag, 10. August 2017

Fernbeziehung - Wie die Liebe die Herausforderung bestehen kann

Wie einige von euch eventuell von meinem Instagramaccount wissen führen mein Freund und ich eine Fernbeziehung über 500km. Das war nicht geplant und konnte auch nicht vorhergesehen werden, aber es kam so und war von Anfang an klar kommuniziert.
Der Weg dahin war kein leichter, da wir beide wussten, dass es hart wird. Auch, dass wir uns schon 15 Jahre vorher kannten machte es nicht leichter. Doch wir hatten uns verliebt.

Da ich weiß, dass es vielen genau so geht, wollte ich mal einen Blogbeitrag machen, um zu thematisieren, wie man so eine Beziehung gut übersteht. Ich habe sehr viel darüber gelesen, doch vieles war nur theoretisch und hat nicht auf meine Beziehung zugetroffen. Also kommen hier ein paar Tipps und Hinweise, wie mein Partner und ich es seit einer langen Zeit sehr gut meistern.

Redet miteinander
Klingt plump, ist aber wirklich wichtig. Reden ist der Schlüssel zu einer funktionierenden Beziehung, besonders bei großer Entfernung. Das beginnt schon am Anfang damit, wie ihr euch das vorstellt. Was euch wichtig ist. Wovor ihr Angst habt. Alles sowas. Reden löst viele Konflikte, womit ich schon zu meinem zweiten Punkt komme.

Telefonieren, Whatsapp, Skype,...
Im heutigen digitalen Zeitalter ist es leichter eine Fernbeziehung zu führen als noch vor 20 Jahren. Nutzt diese Möglichkeiten. Schickt euch Nachrichten und Bilder, kommuniziert so über euer Leben, lasst den anderen daran teilhaben. Aber nicht nur schreiben ist wichtig, sondern auch telefonieren. Mein Freund und ich haben das so geregelt, dass wir meist 2 mal die Woche telefonieren: Einmal Sonntag abends und einmal oft Mittwochs oder Donnerstags. Oder auch Skypen, je nach dem wonach uns ist. Unsere Leben sind sehr verschieden, daher gibt es so immer genug zu berichten. Natürlich telefoniert man auch mal zwischendurch, wenn es etwas zu klären gibt, was bei Whatsapp etc viel zu lange dauern würde.

Gute-Nacht und Guten-Morgen-Nachrichten
Es ist nichts schöner, als morgens aufzuwachen, auf das Handy zu schauen und einen süßen Text zu lesen. Doch Mädels: Nicht nur uns gefällt das. Auch die Männer der Schöpfung freuen sich über solche Nachrichten. Das muss nicht immer ein Roman sein, oft reicht eine kurze Nachricht, dass man an den Partner denkt und ihm einen schönen Tag wünscht. Grad vor Prüfungen oder wichtigen Ereignissen im Arbeitsleben tut sowas gut. So zeigt man sich, dass man zuhört und am Leben des anderen teilhat. Auch wenn ich gestehen muss, dass es mir zeitweise schwer fällt, wenn man viel Stress hat. Doch man merkt auch den positiven Aspekt. Es muss ja nicht jeden Abend und jeden Morgen das große Liebesbekenntnis kommen, aber es sind immer schöne Gesten.

Probleme
Wie in jeder Beziehung gibt es (natürlich) auch in Fernbeziehungen Probleme. Doch es ist sehr wichtig, das sofort anzusprechen. Denn anders als bei einer normalen Beziehung sieht man sich nicht eh spätestens in 2-3 Tagen. Nehmt euch die Zeit, ruft euren Partner am besten an und sprecht mit ihm darüber. Wir haben eine eigene Methode gefunden, weil wir beide recht dickköpfig sind. Wir schreiben dem jeweils anderen, dass es ein Problem gibt worüber gesprochen werden muss. Dann telefonieren wir Abends, der eine erläutert das Problem möglichst ruhig und sachlich und es wird versucht gemeinsam eine Lösung zu finden. Das klingt in der Theorie super, klappt leider nicht immer. Denn jeder weiß wohl, wie es ist, wenn man sich zu unrecht beschuldigt wird. Und das führt zu meinem nächsten Punkt...

Streit
Genau wie Probleme gibt es diesen. Und meiner Meinung nach ist Streit auch wichtig für eine Beziehung. Da lernt man den Partner gleich von einer anderen Seite kennen. Es gibt jedoch verschiedene Streittypen, mein Freund ist eher der, der das Ganze lieber einen Tag dann ruhen lässt und dann nochmal darüber redet. Ich bin eher der Typ, der einmal richtig laut wird, gerne auch mal Türen schmeißt, dann aber alles rausgelassen hat und dann eine Lösung gefunden wird. Ist in einer Fernbeziehung schwer. Doch wichtig finde ich, dass ein Streit ganz aufgelöst wird. Wenn der Streitgrund nicht behoben oder geklärt ist, steht dieser vielleicht erstmal im Hintergrund, doch er wird zurück kommen. Und dann meistens noch schlimmer. Also klärt es lieber gleich, aber nicht beim schreiben...

Eifersucht
Jaaa, ich gestehe: viel Streit entsteht durch Eifersucht und auch ich bin gerne mal (unbegründet) eifersüchtig. Aber auch das gehört dazu. Steht dazu, redet offen darüber und versucht gemeinsam daran zu arbeiten. Gehört dazu, muss man mit umgehen können. Wichtig ist, dass ihr euch vertraut und euch alles sagen könnt. Geheimnisse in der Hinsicht sind eher kontraproduktiv.

Freunde
Ganz wichtig für mich sind eigene Freundeskreise, die auch nicht vernachlässigt werden, wenn der Partner bei einem ist. Bezieht euren Partner mit ein, eure Freunde sind ein Teil eures Lebens. Bestenfalls kommen sie gut miteinander klar. Aber Freunde helfen auch in den Phasen, wo ihr euch nicht seht. Sie stehen euch bei und lenken euch ab. Was wäre ein Leben ohne gute Freunde?

Statt große Geschenke: Gemeinsame Erlebnisse 
Jeder mag Geschenke, jeder freut sich über passende Aufmerksamkeiten. Aber was ich durch meine Fernbeziehung gelernt habe ist, dass gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse viel wichtiger sind als eine teure Kette. Auch zu Geburtstagen verfahren wir so, dass das große Hauptgeschenk eine gemeinsame Unternehmung ist. Ebenfalls wenn er zu mir kommt oder ich in der Heimat und somit auch zu ihm: wir überlegen uns gegenseitig tolle Unternehmungen. Das muss nicht immer gleich ein Wochenende irgendwo hinfahren sein. Ein Besuch im Zoo, einem Park, etwas anschauen, Baden gehen, mal Minigolf spielen, wandern gehen und vieles mehr schweißt zusammen, macht Spaß und ihr denkt gerne daran zurück.

Gemeinsame Ziele
Und damit meine ich nicht Haus, Pferd, Baum, Kinder und sowas. Sondern legt immer nächste gemeinsame Ziele fest. So habt ihr etwas, worauf ihr euch freuen könnt und was die Zeit verkürzt. Auf längerer Sicht ist es bei meinem Freund und mir der große Urlaub nächstes Jahr. Doch die kleineren Ziele sind eher Unternehmungen. Oder auch, wann wir uns das nächste mal sehen. Wenn man ein Datum vor Augen hat, wirkt die Zeit nicht mehr so lang als wenn es noch ungewiss ist, wann man den Liebsten das nächste mal sieht.

Das wären erstmal ein paar wichtige Punkte, obwohl mir noch viel mehr einfallen würde. Ich hoffe, dass ich dem Ein oder Anderen ein paar Anregungen geben konnte.